Umbau

umbau

Die Umbaupläne umfassten die Einrichtung von 10-13 Wohnungen pro Gebäude für jeweils 1-10 Personen bei einer durchschnittlichen Zimmergröße von ca. 18 m2 netto (d.h. ohne den Anteil an Gemeinschaftsflächen). Der Ausbau der vier Gebäude ging in unterschiedlichen Etappen vor sich. Zunächst galt es, schnell Wohnraum zu schaffen: drei Gebäude wurden zum Wohn-Provisorium, das vierte Gebäude zur Voll-Baustelle. In dieser Phase wurde ein Gebäude nach dem anderen umgebaut und renoviert. Nach ca. fünf Jahren war ein Großteil fertiggestellt.

Die Arbeiten in den einzelnen Sparten sind von Baugruppen durchgeführt worden, in denen handwerklich interessierte Laien unter Anleitung von erfahrenen Handwerkern tätig waren. „Learning by doing“ wurde großgeschrieben, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. BewohnerInnen und ArbeiterInnen besprachen sich schon im Vorfeld mit der Baukoordination, und baubegleitend gab es wöchentliche Besprechungen, in denen alle Baugruppen vertreten waren.

Bei allen Planungen stand die möglichst günstige Kostenmiete im Vordergrund. Maßstab aller Investitionen waren und sind die zur Verfügung stehenden Finanzmittel. Nur durch konsequente Planung, sparsames Vorgehen bei der Umsetzung und großes Engagement vieler SUSI-MitarbeiterInnen konnten die mit nur ca. 435 €/m2 (ca. 850 DM) Wohnfläche sehr ehrgeizig veranschlagten Baukosten tatsächlich eingehalten werden. Die tatsächlichen Baukosten lagen am Ende zwar bei durchschnittlich ca. 460 €/m2 (ca. 900 DM), aber diese Abweichung kam durch von den BewohnerInnen nachträglich gewünschten und/oder ökologischen Maßnahmen zustande (z.B. Wärmedämmung für Dächer und Fassaden, Balkone etc.). Das ist eine Größenordnung, die „erfahrene Fachleute“ im Vorfeld für nicht machbar hielten. Auch deshalb sind wir auf das Erreichte ein klein wenig stolz.